Lebst du in einer Filterblase? So entkommst du ihr!

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Inhalte werden verstärkt online konsumiert. Plattformen versuchen dabei aufgrund deiner Nutzerdaten, die anhand deiner Onlineaktivitäten aufgezeichnet werden, die für dich (scheinbar) besten Inhalte auszuspielen. Das Ganze hat aber einen Nachteil: Man landet in einer Filterblase.

Was ist eine Filterblase?

Du kennst es wahrscheinlich von deinem Surfverhalten. Auf den sozialen Medien folgst du bestimmten Seiten und Nutzern. Diese teilen für dich (hoffentlich) interessante Inhalte. Dazu passend bekommst du ähnliche Inhalte von anderen Seiten vorgeschlagen bzw. werden dir auch entsprechende Werbeanzeigen angezeigt. Nicht nur bei den sozialen Medien ist dies der Fall – natürlich möchten Suchmaschinen dir auch die für dich interessantesten Ergebnisse vorschlagen.

Problem dabei ist, dass du immer mehr in eine Bubble gelangst und du eventuell andere Inhalte, mit denen du dich weniger beschäftigst, die aber doch interessant für dich wären, nicht mehr siehst.

Ein Beispiel:

Auf Facebook interagierst du beispielsweise nicht mit Beiträgen, die du zwar interessant findest, jedoch möchtest du nicht darauf reagieren, da du niemanden deine Meinung zu einem politischen Thema kundtun möchtest. Das Thema an sich interessiert dich, aber Facebook interpretiert deine nicht vorhandenen Interaktionen leider als Desinteresse. Zukünftig wird dir weniger bis nichts mehr davon vorgeschlagen.

3 Tipps, um aus der Filterblase zu entkommen

Aus einer Filterblase zu entkommen, ist mit Aufwand verbunden – aber dieser lohnt sich auf jeden Fall!

1. Suchmaschine

Nutze unterschiedliche Suchmaschinen – selbst mit den gleichen Suchbegriffen wird dir auf den diversen Diensten ein unterschiedliches Suchergebnis vorgeschlagen. Sieh dir auch Ergebnisse auf den Folgeseiten an, denn auch hier werden dir anhand der vorliegenden Daten jene Seiten vorgeschlagen, die am besten zu deinem Surfverhalten passen.

2. Anonym surfen

Webbrowser bieten einen privaten Modus an, bei dem wenige Daten übermittelt werden und es somit Plattformen schwieriger macht, dich in eine Bubble zu stecken. Lösche auch den Browserverlauf regelmäßig, damit Suchmaschinen weniger von dir wissen.

3. Soziale Medien

Beispiel Facebook: Interagierst du auch mit Inhalten oder Beiträgen, die dich zwar interessieren, du aber eigentlich nichts dazu zu sagen hast? Mit den Reaktionen kannst du dein „Gefühl“ ausdrücken. Klickst du auf den Link zum Beitrag, setzt du damit der Seite ein Zeichen, dass dich der Beitrag interessiert und du auch zukünftig daran interessiert bist.

Du kannst auch Seiten bzw. Medien folgen, die du sonst nicht konsumierst, damit du auch andere Inhalte und auch Meinungen vorgeschlagen bekommst.

Ein Freund teilt einen Beitrag, dem du überhaupt nicht zustimmst? Entferne ihn nicht gleich als Freund sondern „ertrage“ den Beitrag. Somit bekommst du vielleicht auch einen breiteren Einblick drauf, was deine Freunde und Bekannten beschäftigt.

Und offline?

Auch hier gibt es eine Art Filterblase. Vielleicht ist es bei dir auch der Fall: Man umgibt sich mit jenen Menschen, die eine ebensolche Einstellung wie man selbst bzw. gemeinsame Interessen haben. Wenn dein Umfeld ähnliche „Inhalte“ mit dir teilt, werden andere Themen selbstverständlich weniger auftreten beziehungsweise wird wenig darüber gesprochen.

Durch das Lesen anderer Zeitungen und Zeitschriften bekommt ihr auch einen Perspektivenwechsel und könnt diesen vielleicht in eurem Bekanntenkreis diskutieren.

Fazit

Durch das Internet und dessen Milliarden Inhalte haben wir oft das Gefühl, dass wir jedes Thema nach kurzem Einlesen verstehen und bauen unsere Meinung darauf auf, um darüber zu diskutieren. Jedoch sollten niemals vergessen werden, dass es Themen gibt, für die tatsächliche Experten jahrelang lernen und studieren mussten –vielleicht haben sie auch jahrzehntelange Erfahrung in diesem Bereich. Um wichtiger ist es, offen für andere Meinungen zu bleiben und diese zu akzeptieren.


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