Regelmäßig hört und liest man, dass Facebook zunehmend tot ist und Menschen die Plattform meiden bzw. nicht mehr nutzen.
Obwohl Kanäle wie Instagram, Snapchat und TikTok die vermeintlichen Stars im Moment sind, ist Facebook nach wie vor die größte Plattform. In Österreich nutzen 3,9 Millionen Menschen mindestens 1x pro Monat Facebook – davon sind 3 Millionen Menschen mindestens 1x pro TAG aktiv auf Facebook.
Natürlich hängt alles davon ab, ob deine Zielgruppe (zB. Alter) in diese Nutzer fällt, denn eines stimmt – Jugendliche und junge Erwachsene nutzen nicht unbedingt Facebook sondern oben genannte Plattformen.
Facebook hat auch einen Wandel durchgemacht. Das Öffnen der Facebook-App ist zur Routine geworden. Beim Frühstück konsumiert man Neuigkeiten aus der Welt, der Facebook-Gruppen und Freunde und lässt sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln von den geteilten Inhalten unterhalten. Sprich Facebook hat sich zu einer Informationsplattform gewandelt – persönliche Inhalte von Freunden etc. sind wesentlich weniger geworden.
Warum ist Facebook noch für Unternehmen relevant?
1) Deine Zielgruppe ist auf Facebook
Du kennst deine Kunden und weißt ungefähr, wie alt deine Kunden sind? Wenn du zum Beispiel ein Top-Küchenstudio hast und deine Kunden zum großen Teil Zweiteinrichter sind, wirst du (aktuell) deine Zielgruppe nur zum kleinen Teil auf TikTok oder Snapchat finden.
Auf Instagram vielleicht eher – aber hier musst du den entsprechenden emotionalen Content (Bild/Video) kreieren, damit du hier erfolgreich bist.
Auf Facebook ist das Publikum hingegen „älter“ und sachliche Inhalte werden verstärkt konsumiert.
2) Reichweite für Unternehmen erhöhen
Unternehmen sollten sich dort aufhalten, wo ihre Zielgruppe zu finden ist. Dadurch, dass Facebook diese hohen Nutzerzahlen hat, die die Plattform täglich nutzen, kommt man um diese Plattform nicht umher.
Laufend geteilte Inhalte, die für Nutzer relevant, hilfreich und/oder nützlich sind, werden geklickt und geteilt.
Dazu benötigt man natürlich eine langfristig geplante Content-Marketing-Strategie, um die richtigen Inhalte aufzubereiten und zu verbreiten.
3) Facebook-Ads (Werbeschaltungen)
Ein Nachteil bei Facebook ist, dass die kostenlose, organische Reichweite stark gesunken ist, da der Mitbewerb im „Newsfeed“ immer stärker geworden ist. Man muss nur überlegen, dass nahezu jedes Unternehmen auf Facebook eine Seite hat, viele Facebook-Gruppen entstanden sind und natürlich auch noch Beiträge von Freunden gepostet werden. Das alles muss im Newsfeed Platz finden. Durch den Facebook-Algorithmus werden aber nur eben für den Nutzer relevante Beiträge gezeigt – Seiten die keine Interaktionen mehr bei Beiträgen haben verschwinden aus dem Newsfeed.
Daher funktioniert Facebook für Unternehmen aus unserer Sicht nur noch mit Werbeschaltungen, um die entsprechende Zielgruppe zu erreichen. Der Vorteil ist, dass man viele Möglichkeiten hat, um seine Zielgruppe (Alter, Region, Geschlecht, Interessen u.v.m.) zu hinterlegen. Dadurch werden neue Menschen erreicht, die dich bis dato noch nicht kannten. Natürlich funktioniert hier auch Re-Targeting hervorragend – sprich Personen, die mit einer vergangenen Werbeschaltung interagierten erneut anzusprechen.
Aus diesem Grund MUSS im Bereich „Facebook“-Marketing auch ein entsprechendes Budget für Werbeschaltungen vorgesehen werden, damit es überhaupt Sinn macht, dass zuvor Content zeitaufwendig produziert wird. Denn ohne Werbeschaltung wird er nur von wenigen Personen konsumiert und der Aufwand für die Erstellung des Contents ist aus unserer Sicht „umsonst“.
4) Content Marketing / Blog-News-Bereich
Zu einer ganzheitlichen Online-Marketing-Strategie gehört aus unserer Sicht Content-Marketing – sprich nützliche, relevante und hilfreiche Themen aufbereiten und auf der Website im Blog-/Newsbereich veröffentlichen. Diese Themen können aus dem Unternehmen, über Produkte aber auch allgemeine, zum Unternehmen passende Themen sein.
Diese Themen eignen sich hervorragend, um über Facebook geteilt zu werden und somit Nutzer auf deine Website geleitet werden. Wichtig ist, dass die Nutzer auf deiner Blogseite dann entsprechend sinnvoll weitergeleitet werden, damit aus Interessenten zukünftig vielleicht auch Kunden werden.
Auf Facebook ist man als Nutzer auch eher „gewohnt“, dass man über Links außerhalb der Plattform Web- und Blogseiten aufruft.
Zusätzlich wird bei Google der Effekt, dass mehr Menschen auf deine Website gelangen, positiv gewertet und deine organischen Zugriffe über Google steigen ebenfalls, da die von dir erstellten Themen besser ranken.
5) Konkurrenzanalyse
Du fragst dich, wie deine Mitbewerber auf Facebook werben und was sie vielleicht besser machen?
Seit einigen Jahren sind sämtliche Werbeschaltungen einer Facebook-Seite öffentlich zu sehen. Einfach auf der entsprechenden Facebook-Seite den Bereich „Seitentransparenz“ klicken und die Werbebibliothek öffnen.
Fazit:
Facebook ist nach wie vor relevant, sofern sich deine Zielgruppe darauf bewegt – daher musst du deine Zielgruppe kennen. Ist das der Fall, dann hast du mit Facebook sehr viele Möglichkeiten Menschen zu erreichen, die sich für deine Inhalte interessieren.
Neugierig?
Dann sprechen wir darüber bei einem unverbindlichen Erstgespräch!
Aktuelle Blogbeiträge

Recruiting 2026: Warum klassische Lebensläufe in Österreich endgültig Geschichte sind
Findet 2026 neue Mitarbeiter ganz ohne Lebenslauf. Setzt auf Persönlichkeit und einfache Prozesse am Smartphone.

Wie wird mein Unternehmen zur Antwort bei ChatGPT und Google? Alles über AEO für KMU
Eure Website bekommt weniger Klicks, weil die KI die Fragen direkt beantwortet? Erfahrt hier, wie ihr mit AEO (Answer Engine Optimization) trotzdem sichtbar bleibt und eure Zielgruppe in Österreich zielsicher erreicht.

Meta Andromeda Update: Die größte Änderung bei Facebook und Instagram Werbung
META Andromeda Update revolutioniert Facebook und Instagram Werbung. Lest, wie das Update arbeitet und auf was ihr nun im Werbeanzeigenmanager beachten müsst.

KI-Content in Social Media 2026: Warum Authentizität jetzt zählt
KI-Content 2025: Warum Authentizität jetzt zählt!

Social Media Verbot in der EU? Was KMU jetzt wissen müssen.
Social Media Verbot für Jugendliche in der EU? Erfahrt die Auswirkungen auf Recruiting, Reichweite & wie Scoutra.at eine Lösung ist.

Blogposts, die konvertieren: 7 Ideen für KMU-Websites
62% der österreichischen KMUs berichten von schwacher Kundennachfrage. Hier findet Ihr sachliche Informationen zu möglichen Lösungsansätzen.
